Kinder erleben Yoga anders als Erwachsene und brauchen daher auch eine kindgemäße Yogastunde. Wenn die (yogaerfahrenen) Mütter oder Väter dann zum ersten Mal dabei sind, wundern sie sich vielleicht, weil sie denselben Ablauf erwarten wie sie ihn kennen.  Aber Kinder wollen ja spielen, Yoga spielen.

 

Wie sieht also eine solche Einheit aus?

Die Matten liegen meist sternförmig um eine schön dekorierte Mitte aus. Hier ist das Stundenthema zu erleben: mit Naturmaterialien, Bildern, Instrumenten, bunten Tüchern usw. So kon-zentriert sich die Aufmerksamkeit und alle sitzen zusammen und sehen einander.

Mit einer kleinen Einführung werden die Teilnehmer einander vorgestellt, die Herkunft des Yoga etwas näher erklärt und auch die Spielregeln genannt, damit es harmonisch bleibt, auch wenn es dynamisch wird.

Und dann geht es auch schon bald zum Aufwärmen, das auch immer wieder neu gestaltet wird: mit Liedern und Musikbegleitung. Alle kommen in Bewegung und erste Yogahaltungen werden hier meist schon eingebaut.

Mit Bildkarten werden diese Positionen auch veranschaulicht, die Kinder lernen die Namen kennen, die mit Tieren und der Natur verbunden sind. So lassen sie sich leicht merken.

 

Wichtig hierbei ist immer, dass die Kinder mit ihren Ideen ernstgenommen werden. Daher kann sich manches Geplante verändern, da die Kinder eigenes beitragen. Das ist erwünscht und schenkt ihnen kreativen Freiraum, Zeit für eigene Phantasie.

Und niemand muss! Zum Beispiel etwas gleich können oder überall mitmachen. Es bleibt genug Raum zum Warmwerden, Beobachten, Hineinwachsen und innerlichem Verarbeiten. Auch das gehört zum Yoga.

 

Phantasiegeschichten leiten meist die Entspannung ein, die bei Kindern oft viel kürzer ist. Wo Erwachsene gerne liegen bleiben, rühren sich die Kinder recht schnell wieder oder tun sich eh erstmal schwer, ganz zur Ruhe zu kommen. Auch das darf wachsen. Hier tun kleine Massagen oft ein Wunder und werden von den meisten sehr genossen. Das geht oft schon mit sanften Berührungen durch ein Tuch, oder kleine Bälle und natürlich mit Händen auf dem Rücken. Wenn sich die Kinder kennen, dann massieren sie sich auch mal gegenseitig.

 

Einen guten Abschluss bildet das gemeinsame Zeichnen mit Stiften und Papier, wo alle ihre Eindrücke festhalten und damit verarbeiten können.

 

Und weil es gerade bei Kindern so gut ankommt, gibt es die kleinen Rituale der Begrüßung und der Verabschiedung, oft durch Klang, Lied und Gesten ausgedrückt.

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